Im Süden, Osten und Norden geht die Sorge um. Die Sorge, dass Häuser, Wohnungen, Autos, das gesamte Hab und Gut einem extremen Hochwasser zum Opfer fallen. Tausende Helfer von Feuerwehr, THW und der Bundeswehr sind rund um die Uhr im Einsatz. Sie füllen Sandsäcke, sichern Dämme, versorgen vom Wasser Eingeschlossene und evakuieren Anwohner, wenn es nicht anders geht. Viele von den Helfern kommen mittlerweile nicht mal mehr aus den eigentlich betroffenen Gebieten, sondern weit aus dem Umland. Selbst aus NRW oder Hamburg sind Helfer in die Gebiete gereist, um den Betroffenen zur Hand zu gehen.
Ihnen gebührt größtmöglicher Respekt. Sie leisten großartiges.
Hinzu kommen die Freiwilligen. Die ganz "normalen" Bürger, die sich über Facebook und Twitter organisieren und sich zahlreich zu Hilfsaktionen zusammenfinden. Auch sie sind kleine Helden, die sich die Zeit nehmen und helfen wollen. Hinzu kommen ihre Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiter für solche Hilfsaktionen freistellen und so deren Hilfsleistung erst möglich machen.
Hilfen der Landesregierungen und der Bundesregierung sind schon obligatorisch. Auch wenn es sich um mehr als 100 Millionen Euro handelt, die allein der Bund zur Verfügung stellen möchte. Die Wertschätzung der Politiker, die durch ihre Fahrt in die Krisenregion den Helfern und der Bevölkerung Zuspruch leisten hingegen ist nicht selbstverständlich. Das haben wir noch aus dem Wahlkampf 2002 in Erinnerung. Dieses Mal hat Herausforderer Steinbrück das sehr viel besser gemacht, als Stoiber 2002. Steinbrück ist noch vor Merkel in die betroffenden Gebiete gereist.
Nicht unerwähnt möchte ich die Hilfe lassen, die beispielsweise der Autobauer OPEL den Hochwasseropfern zukommen lässt. Opel stellt für sie ganz unbürokratisch einen kostenfreien Leihwagen für bis zu drei Wochen zur Verfügung.
Hoffentlich kann ich diesen Artikel in den kommenden Tagen um weitere Beispiele der Solidarität und des Engagements erweitern. Den Betroffenen in ihren dunkelsten und schlimmsten Stunden beizustehen ist unser aller Aufgabe. Derweil schwappt die Flutwelle immer weiter Richtung Norden. Unaufhaltsam.